Warum wird der Hedwigstag in Stift Quernheim gefeiert?

 

Seit 1970 werden jedes Jahr so genannte Hedewigte an die Schulkinder in Stift Quernheim, Quernheim und Klosterbauerschaft verteilt.

Hedewigte sind Milch-Hefebrötchen mit Rosinen. Das Wort „Hedewigte“ ist aus Hede = heißen, heischen, fordern und Wecken = Weizengebäck zusammengesetzt.

Dieser Brauch hat seinen Ursprung in der Sage vom Stiftsfräulein Hedwig Lucie Beate von Korff, die von 1693 bis 1767 lebte. Sie hätte am Fastnachtsdienstag in der Stiftsbäckerei Korinthenbrötchen herstellen lassen und sie dann selber unter den Kindern verteilt. Die Kinder hätten in dieser Zeit nur wenig zum Essen gehabt. Das hätte zum einen daran gelegen, dass die Nahrungsvorräte für den Winter im Februar fast immer aufgebraucht waren und zum anderen daran, dass manche Familien ihr restliches Geld für die Karnevalsfeiern ausgegeben hätten. 

Hedewigte, Hedewege, Hedweg oder Hedewecken wurde allerdings auch in anderen Orten Norddeutschlands wie Bremen, Osnabrück und Oldenburg am Fastnachtsdienstag verteilt. Sie waren im Gegensatz zum schwer verdaulichen Schwarzbrot eine seltene Köstlichkeit.

 

Fotos der diesjährigen Feier in der Grundschule Stift Quernheim:

 

 

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